Messung der Werbeeffizienz – Das Thema am DirectDay

DirectDay

Gestern hat PostMail zum 8. DirectDay in Fribourg geladen. Da wir mit unseren Textleistungen direkt in den DirectPoint von PostMail integriert sind, wollten wir uns diesen Anlass nicht entgehen lassen. Stefan Klapproth (10 vor 10) führte die knapp 1000 Besucher/-innen durchs Programm. Ich habe Klapproth zum ersten Mal live erlebt und war erstaunt, wie witzig und bissig der sein kann.

Die geladenen Referenten sprachen zum Thema Werbeeffizienz. Das erste Highlight lieferte der junge Stefan Kaltenberger, Brand-Marketingleiter von DELL. Für ihn ist Direktwerbung eine exakte, mathematische Wissenschaft. Entsprechend war seine Präsentation ein einziger Zahlenhaufen. Jedoch unglaublich interessant: DELL platziert auf jedem Inserat, in jedem Insert (Beilage) und in jedem Prospekt als Response-Element eine einmalige Telefonnummer. Die DELL-Jungs wissen also ganz genau, welches Werbemittel wieviele Bestellungen auslöst. Und zwar Real-Time. Spannend ist dies auch, weil sie anhand der Telefonnummer zu 90% vorhersagen können, was der Anrufer bestellen wird. Die Daten helfen Kaltenberger und seinem 10-köpfigen Team die Kampagnen für Deutschland, Österreich und Schweiz stets zu verbessern. Soviel zu DELL’s Direct Way.

Am anderen Ende des Spektrums sprach Friedhelm Lammoth von der St. Galler Direktmarketing-Agentur Lammoth Mailkonzept. Seine Rede (der einzige ganz ohne PowerPoint-Slides) war ein flammender Appell für mehr Kreativität und Kommunikation: „Messbare Wirkung erzeugt, wer personalisierte Kommunikation einsetzt und Marken erlebbar macht. Der Dialog mit dem Kunden sollte dabei nicht nur via Briefkasten, im Internet oder am Telefon stattfinden, sondern überall – Multichannel heisst die Lösung.“ Ganz schön fand ich das Zitat von Albert Einstein, das er den Direktmathematikern von DELL entgegensetzte: „Nicht alles was zählt, kann gezählt werden, und nicht alles was gezählt werden kann, zählt!“.

Zum Schluss trat noch der Mister Euro Benedikt Weibel auf. Ein ziemlich hölzerner Auftritt, sein Deutsch bringt jeden Primarlehrer zum Weinen. Trotzdem muss man dem Mann attestieren, dass er mit dem Halbtax-Abo die wohl erfolgreichste Kundenbindungsaktion erfunden hat, die es in der Schweiz je gab. Für Weibel geht es im Direktmarketing ausschliesslich um Stammkunden. Seine wichtigsten Erkenntnisse sind denn auch: Stammkunden gewinnen und Stammkunden pflegen. Im Gespräch mit der Klapperschlange brandete dem guten Weibel dann gar so etwas wie Sympathie entgegen. Ich hoffe er kriegt die Euro 08 gut hin!



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2 Kommentare zu “Messung der Werbeeffizienz – Das Thema am DirectDay”



  • Remy am 7. November 2007 16:17 Uhr

    DELL rules :-)
    Speziel die neuen XPS Notebooks, muss meines gleich eintauschen lassen.


  • Fabian am 28. November 2007 19:58 Uhr

    Können oder sollen wirklich alle Marketingmassnahmen gemessen werden? Wird die Werbewelt dadurch öde oder sogar kreativer? Es war spannend am Direct Day verschiedene Standpunkte zu hören – eine echte Bereicherung.


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