Schneewittchen und die grimmigen Brüder

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Märchen werden immer vorgelesen. Warum das so ist und wie Märchen die Zeit überdauern, erfahren Sie hier.

Es waren einmal vor langer Zeit zwei Brüder, die machten sich auf, möglichst viele der mündlich überlieferten Volksmärchen zu Papier zu bringen. Und die Mühe hat sich gelohnt. Der Teppichboden in meinem Kinderzimmer war früher voll von Märchenbüchern und meine Eltern lasen mir diese regelmässig vor. Und das Vorlesen hatte einen ganz bestimmten Grund.

Die Vorleser

Märchen können ganz schön gruselig sein. Sie machen aber auch Mut. Doch das haben wir nicht allein Jacob und Wilhelm Grimm zu verdanken, sondern auch den (Vor-)Lesern zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Märchen waren ursprünglich Geschichten, die vor allem eins waren: furchteinflössend.  So wie sie zu Ururururgrossmutters Zeiten aus der Erinnerung erzählt wurden, las man den Kindern die Märchen nun vor. Und damit sie sich nicht zu sehr ängstigten, wurden auch die Protagonisten angepasst: In «Hänsel und Gretel» war es ursprünglich die Mutter, die die Kinder im Wald aussetzen wollte. In der zweiten Fassung ist es die Stiefmutter.

Grimm für die Ewigkeit

Die Märchensammlung der Gebrüder Grimm enthält über 200 Geschichten. Bereits 1937 produzierte Walt Disney mit «Schneewittchen» seinen ersten abendfüllenden Zeichentrickfilm. Ganze drei Mal wurde der Film auf Deutsch synchronisiert, zuletzt 1994 für die Veröffentlichung auf VHS. Und ich möchte meine goldene Kugel verwetten: Sie kennen die Geschichte auch.  Märchen werden auf diese Weise in die Gegenwart transportiert, zuletzt mit den Blockbustern «Snow White and the Huntsman»,  «Mirror, Mirror» und dem Low-Budget-Film «Grimm’s Snow White».
Haben Ihre Eltern Ihnen früher auch Märchen vorgelesen? Oder waren Sie mehr der Lego-Typ? Wir sind neugierig: Welches war (oder ist) Ihr Lieblingsmärchen und welches lohnt sich, an die nächste Generation weiterzugeben?



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