Wie man den Apostroph richtig setzt

apostroph

Wie man den Apostroph richtig verwendet und was man auf gar keinen Fall damit tun darf. Niemals.

Schon im Betreff spricht mich diese Nachricht an: «Duden-Newsletter: Verwendung des Apostrophs». Ja, ich gehöre zu den Menschen, die den Duden-Newsletter abonniert haben. Das macht man wohl, wenn man älter wird. Obwohl: Ein sogenannter Grammar Nazi war ich schon immer, das kann es also nicht sein. Jedenfalls gab es vor kurzem wieder spannende Post vom Duden. Und die Inhalte teile ich gerne mit Ihnen.

Mauro’s Blogpost

Ich wollte eigentlich schon lange mal darüber schreiben, aber ich dachte mir: «Nein, die Leute wissen, wie man den Apostroph richtig verwendet.» Aber ich stosse immer wieder auf Missbrauch. Darum: Ein Post zur Verwendung des Apostrophs.

 

Hierzu gibt es einige Punkte, die man beachten sollte:

 

Der Apostroph (ja, der) kommt dann zum Einsatz, wenn ein oder mehrere Buchstaben ausgelassen werden; das kommt vor, wenn das Pronomen es mit einem anderen Wort zusammengezogen wird. Zum Beispiel bei «Geht’s/Gehts dir gut?» oder «Nimms/Nimm’s doch nicht so ernst.» Diese Verbindungen sind eigentlich nicht so schwer lesbar, man kann den Apostroph hier auch getrost weglassen. Darf ihn aber setzen, wenn man möchte. Nicht gesetzt wird der Apostroph bei allgemein üblichen Verschmelzungen aus Präposition und Artikel: «Sie haben mich hinters Licht geführt.» oder «er geht aufs Ganze.» Eine komplette Liste finden Sie auf meiner Lieblingsseite.

Unser aller Liebling: der Genitiv

Achtung, nun kommt das, was Sie wissen müssen: Obligatorisch ist die Setzung eines Apostrophs zur Kennzeichnung des Genitivs von Namen, die auf -s, -ss, -ß, -tz, -z, -x oder -ce enden und keinen Artikel o. Ä. bei sich haben: Grass’ Blechtrommel ist eines der herausragenden Werke der deutschen Literatur. Sokrates’ Ehefrau Xanthippe galt als schwierig und zanksüchtig. Und nur da. Sonst nicht. Gar nie. Nina’s Kunde? Mauro’s Blogposts? Sandro’s Computer? Alles falsch. Immer. Nie so schreiben. Das gibt ganz, ganz schlechtes Karma und hässliche Kinder. Okay?



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2 Kommentare zu “Wie man den Apostroph richtig setzt”



  • Lovey am 28. November 2012 13:24 Uhr

    Eine – wenn auch hässliche – Ausnahme gibt es noch. Die diktiert aber nicht der Duden, sondern das Handelsregister: Ich musste meinen Firmennamen mit Apostroph eintragen lassen, weil der Name sonst nicht von allen richtig erkannt würde. So heisst es jetzt Lovey Wymann’s Schreib-Lounge. Was einige Menschen nicht hindert, Briefe an Frau Wymanns zu adressieren :-)


  • Mauro Werlen am 28. November 2012 16:35 Uhr

    Was für eine schöne Geschichte aus dem Alltag. Ich will nicht wissen, wie die Kinder von denen aussehen.


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