Eierlegende Hasen

Ostereier

Woher das Wort Ostern stammt und wie es dazu kam, dass ein Hase Eier legen kann, die erst noch bunt sind.

Es gibt verschiedene Vermutungen dazu. Eine geht davon aus, dass das Wort von der germanischen Göttin Ostara ausgeht, die für den Frühling und die Morgenröte verantwortlich sein soll. Diese Göttin hat es aber nie gegeben. Auch die Herkunft des englischen Wortes Easter ist umstritten und nicht klar belegt. Es gibt aber einen verhältnismässig neuen Ansatz, der auf eine Nordgermanische Wortfamilie verweist, die sprachlich zu Ostern passt: Im Altnordischen heisst «ausa» Wasser ausschöpfen und «austr» bedeutet begiessen. Die heidnische Form der Taufe wurde als «vatni ausa» bezeichnet, was wörtlich «mit Wasser begiessen» heisst. Das klingt für mich ziemlich nach Taufe, was auch das zentrale Ereignis des christlichen Osterfestes in den ersten Jahrezehnten nach Christi war. Die Bezeichnung konnte so auf dieses Fest übertragen werden.

Flüssiges Fleisch

So weit, so gut. Aber was haben die Taufe und die Auferstehung Jesu mit Eiern und Hasen zu tun? Der Ursprung der christlichen Eiersitte ist nicht genau bekannt, es gibt aber verschiedene Erklärungsansätze: Einerseits geht die Tradition mit dem Osterei darauf zurück, dass während der Fastenzeit keine Eier gegessen werden durften. Die Hühner hörten deswegen aber nicht auf, Eier zu legen. Und um die Eier haltbar zu machen, wurden Sie hartgekocht. Weil Eier im Mittelalter als «flüssiges Fleisch» galten bzw. wertvoll waren, eigneten sie sich sehr gut als Geschenke. Dazu kommt, dass Eier als Symbol für Fruchtbarkeit und neues Leben stehen. Die Auferstehung Christi passt da mehr oder weniger rein. Warum sie farbig sind? Auch hier konnte ich keine eindeutige Erklärung finden. Eine davon scheint jedoch einigermassen plausibel: Es war üblich, die Eier zu segnen. Um die bereits gesegneten von den nicht gesegneten Eiern zu unterscheiden, malte man sie an. Klingt praktisch.

Und nun zum Hasen: Auch hier gibt es verschiedene Vermutungen. Von Racheakten der Protestanten über österliche Gabenbringer bis zu Falschübersetzungen wird so einiges vermutet. Klar ist die Herkunft nicht. Klar ist nur, dass der Hase, vor allem in Schokoladenform, nicht mehr vom Osterfest wegzudenken ist.

Das Superteam wünscht Ihnen schöne Ostern.

Bild: Ben Fredericson auf Flickr (CC BY-NC 2.0)



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