Was ist Content Marketing?

Rasenmäher

Content Marketing heisst das neue Zauberwort im Online-Marketing. Inhalt statt Werbung. Respektive doch Werbung. Aber Werbung, die nicht wie Werbung klingt, sondern wie Inhalt. Wir klären auf. Was es ist. Wie es funktioniert. Und was es bringt.

Der Kunde von heute will nicht belehrt werden. Er will nicht gesagt bekommen, was er zu tun hat, was er zu kaufen hat oder was er gut zu finden hat. Nein. Der Kunde von heute informiert sich selbst. Der Kunde liest Blogposts, er liest Reviews, tauscht sich in Online-Foren aus und bildet sich so seine Meinung. Doch wie kommt man an einen solchen Kunden heran, wie erreicht man ihn, wie spricht man ihn an?

Der Rasenmäher

Nehmen wir an, Sie haben ein Gartenbauunternehmen und vertreiben Rasenmäher. Was schalten Sie auf Ihrer Website auf? Die Inhalte sollten für den Betrachter möglichst relevant sein und – ganz wichtig – einen Mehrwert liefern. Dies funktioniert am besten, indem Sie nützliche Informationen vermitteln. Also Tipps und Tricks, Anleitungen, Erklärungen oder auch Unterhaltung. Es wird also eher indirekt gearbeitet. Ganz im Gegensatz zur klassischen Werbung, die uns befiehlt, den Rasenmäher zu kaufen. Schalten Sie auf Ihrer Website oder Ihrem Blog Artikel und Texte auf, die sich um Gartenpflege und insbesondere Rasenpflege drehen. Was braucht es, um einen Rasen in einem saftigen Grün erscheinen zu lassen? Lohnt sich Dünger? Wie oft muss der Rasen gemäht werden? Wie machen es die eigenen Mitarbeiter mit ihrem Rasen? Welche Rasenarten wurden schon von Ihrer Firma gepflegt und gemäht?

Es geht darum, die Menschen hinter dem Produkt oder der Marke zu zeigen, die Geschichten über Mitarbeitende und Kunden, die Kompetenz ins Zentrum zu stellen. Und dies möglichst authentisch. Beleuchten Sie aus verschiedenen Blickwinkeln, wie Ihr Produkt hergestellt wird, wer es herstellt und was es alles kann. Und zwar nicht in einer künstlichen Werbewelt, sondern in der Welt, in der Sie und Ihr Kunde leben.

Nehmen Sie sich Zeit für das Erstellen dieser Inhalte und publizieren Sie sie im Firmenblog oder auf Ihrer Website. Nutzen Sie Social Media und Ihren Newsletter, um die Inhalte nach Zielgruppen zu streuen.

Was bringt das?

Klassische Werbung ist Kommunikation in eine Richtung, meist auch noch mit der erwähnten Imperativ-Keule. Die Konsumenten möchten das aber nicht mehr, sie informieren sich über Blogs und Foren, sie tauschen sich mit anderen Nutzern aus. Genau da setzen Sie am besten an: Bloggen Sie, streuen Sie die Inhalte, nehmen Sie Stellung zu Kommentaren, reden Sie mit, etablieren Sie sich als Experte in Ihrem Gebiet. Ein Ziel im Content Marketing ist eine individuelle Kommunikation mit dem Kunden. Ein echter und authentischer Dialog. So erfahren Sie die Wünsche der Kunden besser, wissen um ihre Probleme und können so die besten Lösungen anbieten. Dazu stärken Sie die emotionale Bindung des Kunden an Ihr Unternehmen, steigern das Vertrauen und Ihre Bekanntheit.

Wie fängt man an?

Je nachdem, wo Sie in diesem Bereich stehen und wo Sie hinmöchten, gibt es mehr oder weniger zu tun. Der erste und wichtigste Punkt ist aber: Bevor Sie loslegen und Texte auf Ihre Website hochladen oder Ihren Blog mit Inhalten füttern, machen Sie sich erst ein Bild von Ihrer Zielgruppe und überlegen Sie sich, wen Sie ansprechen wollen. Erst dann produzieren Sie Inhalte. Sonst lassen Sie zu viel Energie, Zeit und Geld verpuffen.

Beispiele aus der Praxis

Welche konkreten Beispiele gibt es dafür? Zum Beispiel ein Coiffeur, der auf seinem Blog zeigt, wie man sich selbst die Haare schneidet, ein Optiker, der erklärt, wie man am besten Kontaktlinsen in die Augen kriegt oder ein Gärtner, der einen Newsletter-Service anbietet, der einem sagt, wann die Balkonpflanzen rein müssen, damit sie nicht erfrieren. Das können Blogbeiträge, Newsletter oder auch Videos sein. Letzteres bietet sich vor allem beim Coiffeur und beim Optiker an. Babycenter.ch macht es auch ganz clever: Wenn Sie schwanger sind, können Sie sich für den Newsletter eintragen, der Ihnen in regelmässigen Abständen Tipps zum Zeitpunkt der Schwangerschaft gibt. Wenn das Kind auf der Welt ist, geht es weiter; es wird darauf hingewiesen, welche Phase das Kind gerade durchlebt und was wichtig ist. Nebenher werden ganz subtil natürlich die Produkte beworben, die dazu passen. Und die das Babycenter selbstverständlich auch verkauft. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Am besten fangen Sie mit einem Blog an. Der braucht vonseiten des Kunden nicht zu viel Aufmerksamkeit und Sie brauchen nicht zu viel Zeit, um ihn zu implementieren. Sie haben nun alles bereit gemacht, haben einen Haufen Ideen, aber keine Zeit, sie umzusetzen? Kein Problem, wir übernehmen das gerne für Sie.

Bild: Andrew Fogg auf Flickr (CC BY 2.0)

 



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3 Kommentare zu “Was ist Content Marketing?”



  • Felix am 28. Mai 2013 8:01 Uhr

    Gutes Content Marketing ;)
    Toller Beitrag.


  • Mauro Werlen am 28. Mai 2013 10:22 Uhr

    Vielen Dank.


  • Was ist Content Marketing? | Peter Metzinger am 8. April 2014 11:55 Uhr

    […] Hin und wieder speichere ich Artikel in Evernote und setze mir einen Alarm, um sie später zu lesen. So fand ich heute einen Artikel vom Mai 2013 – die Zeit fliegt… – zur Frage “Was ist Content Marketing?”. Content Marketing und Storytelling – beide nahe verwandt – sind zwei aktuelle Themen, die auch beim Campaigning Summit Zurich 2014 zu reden geben werden. Wer wissen möchte, worum es sich dabei handelt, kann dies im Artikel von Maure Werlen hier nachlesen: http://blog.supertext.ch/2013/05/was-ist-content-marketing/ […]


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