Du wirst auf die Welt kommen

Wie einem ein Tag der offenen Tür neue Türen öffnet und der altbekannte Ernst des Lebens um Weiten besser ist, als man es erwartet hätte. So bin ich bei Supertext gelandet.

Als klar war, dass ich offiziell bei Supertext mein Praktikum beginnen kann, hörte ich diesen Satz immer und immer wieder. «Du wirst auf die Welt kommen.» Einerseits von meinen heiss geliebten Familienmitgliedern und andererseits von meinen ebenfalls lieben und arbeitstätigen Freunden. Es schien mir ganz so, als würde ich in ihren Köpfen das Klischee der faulen Studentin voll und ganz erfüllen.

Erfahrungen im Studentenwohnheim

Ich bin in der zweisprachigen Stadt am See gross geworden und habe vor drei Jahren meine Matura abgeschlossen. Anschliessend habe ich die Hälfte meiner sieben Sachen gepackt und bin nach Winterthur gezogen. Dort bin ich drei Jahre geblieben und hatte in dieser Zeit drei verschiedene Wohnorte. Die Zeit im Studentenwohnheim ist definitiv jene, auf die ich am wenigsten gerne zurückblicke. Mit vielen Austauschstudenten zusammen zu wohnen, klingt zwar verlockend, doch keiner, der mich dort besucht hatte, wollte mit mir tauschen. Ein Turm verdreckter Teller in der Ecke der Küche, Toiletten, die man auch im Stehen nicht mehr benutzen konnte und Neonröhren, die das Zimmer in so hellem Licht erstrahlen liessen, dass kaum an Entspannung zu denken war. Abgesehen davon kann ich von meiner Studienzeit aber nur gute Dinge erzählen.

Mal etwas «Richtiges» machen

Da war ich also, nach 15 Jahren Schulzeit mit dem Drang, endlich mal etwas «Richtiges» zu machen. Fragt sich nur was, nach einem Studium, das einem ganz viele verschiedene Möglichkeiten gibt. Bei einem Tag der offenen Tür der ZHAW wurde das Ganze klarer. Ein Drittel meiner Chefs verkündete an der Podiumsdiskussion, dass man mehr sein muss als nur super, um bei ihnen anfangen zu können. Das klang für mich wie eine Herausforderung und zu Hause besuchte ich diese Website zum ersten Mal. Wenn für einen klar ist, dass man nicht in einer 0815-Firma arbeiten möchte, in der sich alle siezen und im Deuxpièces bzw. im Anzug erscheinen müssen, dann ist Supertext perfekt. Soviel konnte ich schon da erkennen.

Begrüssungsblumen

Bewerben, warten, Vorstellungsgespräch, warten, Probetag, warten, telefonieren, zusagen, unterschreiben, warten… und da bin ich. Das Superteam begrüsst mich, drückt mir einen Kaffee in die Hand und als erste selbstständige Handlung darf ich den Blumenstrauss gleich selbst vom Lieferdienst entgegennehmen.

Ich bin also auf die Welt gekommen. Und es ist himmlisch.

Bild: Andrew Algabre


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