Jobsuche

Auf Jobsuche? So schreiben Sie eine Bewerbung, die funktioniert

Alle, die nicht schreiben können oder sich keine Mühe geben wollen, sagen, dass Bewerbungs-/Motivationsschreiben sowieso nicht gelesen werden. Alle andern bekommen den Job. Weil Sie Folgendes richtig machen:

Werden Sie persönlich

Das Bewerbungsschreiben ist das, was einer persönlichen Begegnung am nächsten kommt, bevor man sich persönlich begegnen kann. Denken Sie an Ihr Gegenüber: Die haben keine Ahnung, wer Sie sind. Nichts über eine Person zu wissen, liefert also logischerweise nicht einen einzigen guten Grund, warum man Interesse an ihr haben sollte. Deshalb: Werden Sie persönlich. Verbinden Sie Fakten Ihrer Laufbahn mit Ihrem Leben. Das macht Sie zu einem Menschen, den man kennenlernen und einschätzen und unter Umständen sogar mögen kann. Es geht dabei nicht um Geburtsmale auf dem Rücken. Sondern um Erlebnisse und Erfahrungen, und wie Sie diese erlebt haben. Zeigen Sie auf, was Ihr CV für Ihr Leben bedeutet hat. Das ist interessant, denn es gibt Anhaltspunkte, wie Sie sich in dem neuen Unternehmen machen könnten.

Know the company

Ist ja keine Kunst in Zeiten von Internet, Google und LinkedIn/Xing. Machen Sie aber nicht den Fehler, aufzuzählen, was Sie alles über das Unternehmen oder den neuen Chef wissen. Das wissen die ja selber schon. Das ist nicht nur langweilig. Das ist uninspiriert. Viel spannender ist es, dieses Wissen zu nutzen, um Gemeinsamkeiten aufzuzeigen. Eigentlich passt man doch perfekt zusammen! Man muss dabei nicht unbedingt gleich sein. Hier können auch die berühmten Gegensätze zum Zug kommen. Wichtig: Lassen Sie sich bei Zukunftsszenarien betr. Firma/Chef nicht auf Spekulationen ein. Das ist unseriös. Verarbeiten Sie nur 100% gesicherte Informationen.

Loben Sie sich

Terrific! Awesome! – so geht’s natürlich nicht, das ist klar. Aber Sie sollten unbedingt schildern, welche Ihrer Eigenschaften Sie als Winner sehen. Beschreiben Sie aber nicht einfach die Eigenschaften, sondern schildern Sie, was diese zur Folge haben: nämlich einen Nutzen für Ihr Auftreten, für Ihr Know-how, für Ihre Überzeugungskraft, für das Team, für das Unternehmen etc. Hier geht’s darum, das zwischen den Zeilen des CV’s deutlich zu machen. Als Unternehmen, das sich für «Supertext» als Firmennamen entschieden hat, empfehlen wir eine Lautstärke zu wählen, die den Anspruch schon deutlich macht. Alles andere sind doch nur Hintergrundgeräusche.

Beantworten Sie die Fragen, die sich das HR stellen muss

«Warum bloss will der die Stelle wechseln, wo es doch eigentlich bei der momentanen Firma so toll ist?» ist das klassische Beispiel. Machen Sie nachvollziehbar, was Ihre Gründe und Pläne sind. Alles andere sind Floskeln und lassen Sie nicht aufrichtig dastehen. Es geht dabei aber nicht um die Sorte Ehrlichkeit, die bei Gesprächen nach 9 Wodka Tonic zustande kommen («Weisst Du, was damals wirklich passiert ist?»). Nein, es geht um Respekt, gegenüber der neuen Firma aufrichtig zu sein. So jemandem kann man trauen.

Alles, nur keine Floskeln

Ja, nicht jeder kann passabel/gut/sehr gut texten. Viele machen dann den Fehler sich in Floskeln zu retten – «Da mache ich bestimmt nichts falsch. Schreiben ja alle so.» Das Falsche daran in unseren Augen ist, dass Sie damit das Hauptziel des Bewerbungsschreibens verfehlen: Nämlich durch das Ihnen ganz Eigene aus der Masse herauszustechen. Vielleicht gibt es Unternehmen, die Durchschnitt suchen. Dann ist das okay. Bei allen andern sinken die Chancen. Sie denken jetzt vielleicht: «Ich möchte nicht so wirken, wie ich denke, dass ich es tue, wenn ich so schreibe, wie ich bin.» Vergessen Sie nicht: Wenn Sie die gleichen und immer gleichen Floskeln Ihrer Mitbewerber benutzen, wirken Sie genau wie alle – ausgenommen natürlich den einen, der irgendwie anders ist, authentischer.

Der Schreiber dieser Zeilen ist übrigens wie oben empfohlen vorgegangen. Das Bewerbungsschreiben hat ihm den ersehnten Vorstellungstermin bei Supertext gebracht.

Titelbild via Pexels (CC0)


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