3D-Druck: Hongtao Zhou macht Texte zum Anfassen

Die Geschichte des Buchdrucks reicht weit zurück: Bereits im 8. Jahrhundert wurden im alten China die ersten Texte mittels Holztafeln auf Papierbögen gepresst. Mit seinem Projekt «Textscape» möchte der Künstler Hongtao Zhou dem Prozess in Zeiten von 3D-Druck und Wegwerfzeitungen zu einer neuen Definition verhelfen.

«Printing technology was first created in ancient China to reproduce text using woodblocks, however today’s definition has been widely adopted in 3D printing, an additive process used more often to create objects instead of duplicate text» sagt der Künstler. Zhou, ursprünglich aus dem Nordosten Chinas, wohnt mittlerweile auf Hawaii, wo er an einer Universität Design unterrichtet und sich Fragen zu Nachhaltigkeit, Klima und Kultur widmet.

Hier entstand in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern das interessante Projekt «Textscape», bei dem Dokumente «lesbar» gemacht werden. Fragile dreidimensionale Stücke stellen alternative Buchstaben, Variationen von Braille-Zeichen und unterschiedliche Schreibweisen dar. Texturiert hervorgehobene Passagen, zeigen eine neue Möglichkeit, besonders wichtigen Inhalt darzustellen. So ist das Projekt am Ende nicht nur aus künstlerischer Sicht beeindruckend und schön anzusehen, sondern winkt mit dem Zaunpfahl auch in Richtung Zukunft der Blindenschrift.

Galerie:

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Alle Fotos: © Hongtao Zhou



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