15 deutsche Wörter, die man unbemerkt falsch ausspricht

Heisst es jetzt Kardamom oder Kardamon? Sie sind weitverbreitet und werden in Gesprächen trotzdem überhört: Mini-Fehler in Wörtern, die man im Alltag häufig benutzt. Wir korrigieren die 15 meistgehörten Beispiele.

Bei gewissen Wörtern kommen erst Zweifel an ihrer Richtigkeit auf, wenn man sie aufschreibt. Manchmal aber auch dann, wenn jemand aufmerksam zuhört und nachfragt. Ein Klugscheisser. So wie ich. Ich weiss gar nicht, wie oft ich schon Freunde korrigiert habe, die Kardamom falsch ausgesprochen haben. Ja genau, Kardamom mit «m» – nicht mit «n». Ich habe das selber jahrelang nicht gewusst und wundere mich bis heute, wie gebräuchlich diese falsche Endung für viele ist. Sie wurde zu meinem Lieblingsfehler, den ich so gerne korrigiere, dass ich eigentlich anfangen sollte, Nepalesische Kochabende zu veranstalten.

Es gibt aber noch andere Wörter, die ich immer mal wieder aufschnappe und mich über die Aussprache wundere. Nicht weil man sie falsch betont oder einer Fremdsprache nicht mächtig ist. Sondern weil sich in manchen Wörtern skurrile Mini-Fehler eingeschlichen haben, die sich hartnäckig halten und verbreiten. Bis sie das erste Mal aufgeschrieben, angezweifelt und korrigiert werden. Und genau das mache ich heute für Sie.

Die 15 meistgehörten Beispiele:

falsch / richtig

Amalgan – Amalgam
Amaturenbrett – Armaturenbrett
Disaster – Desaster
einzigste – einzige
Extase – Ekstase
Imbusschlüssel – Inbusschlüssel
korregieren – korrigieren
lizensieren – lizenzieren
Margariten (Blumen) – Margeriten
orginal – original
Reflektion – Reflexion
Reperatur – Reparatur
Tartar – Tatar
Triologie – Trilogie
Wehmutstropfen – Wermutstropfen

Welche Fehler sind Ihnen schon häufiger aufgefallen?

Foto via Youtube Picard’s Epic Double Facepalm



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9 Kommentare zu “15 deutsche Wörter, die man unbemerkt falsch ausspricht”



  • Barbara Matas-Zeltner am 21. Mai 2015 17:39 Uhr

    Ich habe früher oft Übersetzungen für die Autobranche gemacht. Eine Zeit lang ersetzte mein Korrekturprogramm das Wort „Scheinwerfer“ konsequent mit „Schweinwerfer“. Ich bin nicht sicher, ob ich es immer bemerkt habe…


  • Ellen am 21. Mai 2015 17:45 Uhr

    Hat nur nebensächlich mit der Sache zu tun, aber es gefällt mir so gut, es will gesagt sein: großartiges Bild.
    Außerdem scheint mir, mir werden in der nächsten Woche nach und nach Wörter in den Kopf purzeln, über deren Aussprache ich mich auch schon immer wunderte.
    Ah! Zum Beispiel dieses hier: Rückrad – Rückgrat. Mein Eindruck ist, kein Mensch spricht dieses ‚g‘.


  • Joe am 22. Mai 2015 9:49 Uhr

    Unverzichtbar in dieser Liste: Standard (korrekt) statt Standart!


  • Alani am 23. Mai 2015 8:43 Uhr

    nicht direkt ein Wort aber eine Wendung: „In keinster Weise“. Wie oft man das hört und liest. Und jedes Mal schüttelt es mich. Als ob man „kein“ steigern könnte. Das korrigiere ich dann sogar auch manchmal. „In keiner Weise“ Bitte. Danke für die anderen Worte, einiges war mir jedenfalls nicht bewusst.


  • Yvonne am 26. Mai 2015 12:52 Uhr

    Mir fällt da noch die „Gradwanderung“ ein, die eigentlich eine „Gratwanderung“ wäre; außerdem – aber das würde vermutlich eher in die Kategorie „Denglisch“ fallen – die heute so verbreiteten „Risken“, die eigentlich „Risiken“ wären…


  • Rebecca am 26. Juni 2015 8:58 Uhr

    Badmington – Badminton


  • Steinmann Sara am 20. Juli 2015 9:38 Uhr

    infiszieren = infizieren

    Und die Abkürzung für eventuell ist evtl. und nicht ev. (= evangelisch).


  • Heidi am 23. Juli 2015 17:22 Uhr

    Ein Klassiker den man so viel hört:
    Expresso statt Espresso!


  • Corinne am 13. Januar 2016 20:12 Uhr

    Nachzüglermeldung:

    Alptraum – Albtraum
    projezieren – projizieren
    Spontanität – Spontaneität
    für’s – fürs


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