Wer schreibt eigentlich die Superstellenanzeige, die den Texter findet, der Ihnen in Zukunft die Stellenanzeigen schreibt?

Genau: Sie selbst! Dank diesen Tipps. Was rein soll. Was raus muss. Und wie Sie den Prozess des Schreibens in Gang bringen. Es ist wie immer ganz einfach, solange Sie sich etwas anstrengen.

Die Stellenanzeige wird so schnell nicht sterben. Heute ist sie Teil eines Ganzen, welches Recruitment und Unternehmensdarstellung verbindet. Dies geschieht immer mehr online. Und dort vermehrt mobil. Unternehmen, die entschlossen sind, den «War Of Talents» zu gewinnen, tun also entschieden mehr, als in grossen Zeitungen eine Anzeige zu schalten. Dennoch: das, was wir vorläufig noch eine Weile eine Stellenanzeige nennen können, hat seine Berechtigung und damit seine Aufgaben.

Fachleute sehen in einer Stellenanzeige einen Teaser innerhalb des ganzen Rekrutierungsprozesses. Damit dies funktioniert, hier nun einige Tipps:

Konkret statt Floskeln.

Den «War of Talents» gewinnen Sie, indem Sie Ihre Wörter nicht für Floskeln verschwenden. Schreiben Sie Klartext.
Benutzen Sie eine Sprache, die differenziert. Nur konkrete Aussagen bleiben in den Köpfen und geben den Ausschlag für Ihr Unternehmen.
Drei Beispiele:

  • statt «innovativer und zukunftsorientierter Arbeitgeber» besser «wir meldeten letztes Jahr 124 Patente an»
  • statt «engagierte und belastbare Persönlichkeit» besser «Sie sind erst zufrieden, wenn die Arbeit getan ist, richtig getan ist.»
  • statt «Wir suchen» besser «Wir brauchen»

Das Wichtigste zuerst.

Und das ist der Kandidat. Stellen Sie ihn in den Mittelpunkt Ihres Textes. Formulieren Sie direkt und in einem vertrauensvollen Ton, was Sie von ihm erwarten und was Sie mit ihm erreichen wollen. Informationen über das Unternehmen kommen danach. Anstatt also mit «Wir sind ein international erfolgreiches Logistik-Unternehmen» zu beginnen, sprechen Sie Ihren Kandidaten folgendermassen an: «Sind Sie der Studienabgänger, der darauf brennt, Theorie in Praxis umzusetzen?» Überlegen Sie mal, wie es auf Sie wirken würde, wenn Ihr Gegenüber bei der Begrüssung erstmal 10 Minuten nur von sich spricht. Der Fall ist klar, oder?!

Schreiben Sie, wie Sie sprechen.

Sie wissen, wen Sie suchen. Sie wissen, was Sie vom Kandidaten erwarten. Die wichtigste Arbeit beim Texten einer Stellenanzeige ist damit getan. Schreiben Sie, was Sie denken. So bringen Sie Ihre Gedanken auf direktestem Weg zu Papier. Es geht dabei nicht ums Formulieren von Schachtelsätzen, sondern darum, dass Sie sagen, was Sie meinen.
Und so gehen Sie dabei vor:

  • Just do it. Beginnen Sie zu schreiben und unterlassen Sie es, den Schreibfluss zu unterbrechen. Erst mit «Material» kann man feilen, weglassen, umstellen.
  • Gedanken pur. Übersetzen Sie Ihre Gedanken nicht in eine Sprache, von der Sie meinen, dass in dieser Stellenanzeigen geschrieben werden sollten.
  • Schrecken mit Ende. Geben Sie sich eine festgelegte Zeit. Nicht zu lang und nicht zu kurz. Die Idee ist, dass Sie es schaffen, sich – sagen wir – 60 Minuten konzentriert anzustrengen.

Und nie vergessen:

Bei jedem Text muss sich einer quälen. Entweder der Schreiber oder der Leser. Wen quälen Sie das nächste Mal?

Titelbild via Flickr: The Author – Streetwrk.com (CC BY-ND 2.0)



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