Alles, was Sie wissen müssen

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Relativsätze sind vermutlich die beliebtesten aller deutschen Nebensatzformen. Vielleicht, weil sie recht einfach zu bilden sind. Aber auch sie haben ihre Tücken. Heute erkläre ich Ihnen darum etwas zum Thema Relativpronomen.

Hier bei Supertext stellen sich uns ja immer wieder spannende Fragen zum Thema Sprache und Rechtschreibung. So auch heute wieder. Und zwar folgende: Wann verwendet man das Relativpronomen «was»?

Ein Beispiel

Nehmen Sie zum Beispiel den Satz «Das ist das Einzige, das zählt». Hier könnte man «das» genauso gut ersetzen durch «was»: «Das ist das Einzige, was zählt». Wenn Sie nun aber nicht «das Einzige» als Subjekt haben, sondern z. B. «das Huhn», und einen Satz wie «Das Huhn, das heute kein Ei gelegt hat, darf nicht nach draussen», können Sie «das» nicht mit «was» ersetzen. «Das Huhn, was heute kein Ei gelegt hat», ist klar falsch.

Die Regel

Das Relativpronomen «was» wird benutzt, wenn man damit auf etwas Allgemeines, Abstraktes oder Unbestimmtes Bezug nimmt. Genau das ist bei unserem Satz mit «das Einzige» der Fall. Das Gleiche gilt, wenn das Bezugswort ein substantiviertes Adjektiv ist: «All das Schöne, was die Insel zu bieten hat». Und oft tritt dieses dann auch im Superlativ auf: «Du bist das Beste, was mir je passiert ist.»

Zusammengefasst: Wenn Sie mit dem Relativpronomen auf etwas Allgemeines und Abstraktes Bezug nehmen möchten, dürfen Sie «was» verwenden. Wenn sich das Relativpronomen auf etwas Konkretes oder auf eine Person Bezug bezieht, müssen Sie «das» verwenden. Und wenn Sie mal unsicher sind, melden Sie sich einfach bei uns – wir helfen Ihnen gerne weiter.

Titelbild via Pexels (CC0 1.0)



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