Emoji-Studie: Von romantischen Russen und trinkfreudigen Australiern

Als universelle Sprache der Generation Internet sind Emojis aus der digitalen Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Umso interessanter ist es zu beobachten, wo auf der Welt welche Bildchen am liebsten verschickt werden. Eine britische Studie liefert jetzt spannende Einblicke.

Emojis – man mag sie oder man hasst sie. Zweifelsohne muss man den aus Japan stammenden Icons ihren Siegeszug aber eingestehen. Die bunten Bildchen werden auf der ganzen Welt verstanden, egal welche Sprache man spricht. Ist man sich unsicher, findet man dank dem internationalen Emoji-Standard eine Antwort. Doch benutzen wir auch alle die gleichen Emojis? Gibt es lokale Vorlieben?

Der britische App-Entwickler SwiftKey hat sich diese Fragen gestellt und über eine Billion Emoji-Daten rund um den Globus ausgewertet. Herausgekommen ist ein spannender Report, der viele Klischees bestätigt, aber auch einige Überraschungen bereithält. Die interessantesten Fakten habe ich zusammengefasst:

  • In Malaysia benutzt man weltweit am meisten Emojis. Das pupsende Emoji wird hier im Durschnitt doppelt so oft verwendet, als in anderen Ländern.
  • Das Smiley, das Tränen lacht, ist weltweit das beliebteste Emoji.
  • In französischen Textnachrichten werden im Durchschnitt viermal mehr Herz-Emojis verschickt, als in anderen Sprachen. Frankreich ist das einzige Land, in dem kein Smiley den ersten Platz belegt.
  • In Russland benutzt man dreimal mehr romantische Emojis als in anderen Ländern.
  • In arabischen Sprachen werden viermal mehr Blumen und Pflanzen-Emoijs verschickt als in anderen Sprachen.
  • Australier verschicken doppelt so viele Emojis, die Alkohol symbolisieren als der Durchschnitt. Und 65% mal mehr Drogen-Emojis wie Pillen und Zigaretten.
  • Deutsche verschicken gerne Mäuse. Kein anderes Land verschickt dieses Emoji so häufig.

Wer die Beliebtheit der Emojis noch weiter studieren möchte, findet hier den gesamten Report mit weiteren Infos dazu, wie die Studie zu Stande kam. Ausserdem kann man beim Emojitracker in Echtzeit zuschauen, welche Emojis bei Twitter gerade am beliebtesten sind. Wir überlegen uns derweil, ob wir Emoji bei uns als Zielsprache aufnehmen sollen. Moby Dick ist bereits unter dem Namen «Emoji Dick» von Englisch auf Emoji übersetzt worden. Und auch bei der Bibel besteht bereits Interesse an einer Übersetzung. Eine Marktlücke?

Titelbild via Flickr: Eustace Emoji – Fred Benenson (CC BY 2.0)



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