Fabio Schmuki Supertext

Der Adler ist gestrandet

Wie ich dank falschen Redewendungen zu Supertext fand. Und weshalb ausgerechnet die Lektoren dafür verantwortlich sind.

Vergangenen Dezember. Gruppenarbeit in meinem Kommunikationsstudium. Gefragt war ein Werbekonzept für eine Ausbildung zum Lektor. «Spannende Branche, diffuse Zielgruppe», dachte ich mir und tat mich schwer damit.

Wieso? Weshalb? Warum?

Wieso in aller Welt will jemand Lektor werden? Was sind das für Leute, die sich mit pedantischer Hingabe das Hirn über die Formulierungen anderer zermartern? Eine Stunde Brainstorming. Und unsere Gruppenarbeit war von einem Werbekonzept weiter entfernt als zuvor.

Also meldete ich mich bei Fabian Dieziger, dem Chef vom Business. Ich fragte nach Licht im Dunkeln: Wie ticken Lektoren (meine Zielgruppe)? Welche Ausbildungen gibt es? Wie arbeiten diese Leute?

In Supermanier wurden mir schon am nächsten Tag die Grundzüge des Berufsfelds erklärt: Dass eigentlich jeder Sprachvernarrte für eine Ausbildung zum Lektor in Frage kommt – von der Buchhändlerin bis zum Germanisten. Dass fast ausschliesslich als Freelancer gearbeitet wird. Und dass die Liebe zur schönen Sprache dabei viel wichtiger als der Spass an der Pedanterie ist.

Um diese Informationen reicher, machten wir uns an die Konzeption einer neuen Crossmedia-Kampagne. Dabei brachten wir schräge Formulierungen wie «Stille Wasser sind schief», «Es ist noch kein Kleister vom Himmel gefallen», oder eben «Der Adler ist gestrandet», aufs Plakat. Gleichzeitig baten wir die angehenden Lektoren darum, uns mit dem Rotstift sowie über Social Media zu korrigieren. Denn eines hatte ich gelernt: Geborenen Lektoren lassen solche Fehler keine Ruhe mehr.

Ganz nebenbei zum Superjob

Etwas länger liess die Antwort zum PS auf sich warten. Dafür war sie umso erfreulicher. Ich hatte mich bei Fabian nämlich auch nach Jobs im Hause Supertext erkundigt. Im April kam dann die Einladung zum Vorstellungsgespräch; als Marketingmanager, nicht als Lektor.

So einfach kann es also gehen. Seit einem Monat bin ich nun Teil des Superteams. Sofort fühlte ich mich bei dieser fröhlichen Multi-Kulti-Truppe zu Hause. Und genauso schnell kommt man auch an allen Fronten zum Einsatz. Blogposts, Newsletter, Events und Social Media – langweilig wird es hier wohl noch lange nicht. Nicht erst seit dem ersten Apéro auf der Dachterrasse weiss ich: Der Adler hat eine Punktlandung hingelegt. Als Marketingmanager bei Supertext.

Titelbild: Supertext


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