tlhIngan Hol Dajatlh’a’ – Sprechen Sie Klingonisch?

Herbstzeit ist Film- und Kinozeit. Und natürlich bietet sich das Schmuddelwetter auch dafür an, die eigenen Fremdsprachenkenntnisse aufzupolieren. Wer beides verbinden möchte, kann sich an fiktionalen Sprachen probieren, die extra für Filme und Serien entwickelt wurden. So ist man auch für die kürzlich von Amazon angekündigte „Herr der Ringe“-Serie bestens gewappnet.

Star Trek

Das für „Star Trek“ erfundene Klingonisch ist die wohl bekannteste konstruierte Sprache. Paramount Pictures, die Produktionsfirma von Star Trek, heuerte für die Entwicklung extra den US-amerikanischen Sprachwissenschaftler Marc Okrand an. Mittlerweile ist die Sprache trotz ihres mit 3000 Wörtern sehr beschränkten Vokabulars sogar ISO-zertifiziert. Zahlreiche Fanpages sammeln die wichtigsten One-liner von „Feuere die Torpedos ab!“ bis zu „Wo ist die Toilette?“, und selbst in anderen Filmen und Serien sprechen Charaktere bisweilen Klingonisch, wie Sheldon in „The Big Bang Theory“:


Lord Of The Rings

Wer die „Lord Of The Rings“-Trilogie kennt, hat auch schon einmal von Sindarin und Quenya gehört. Der Autor der Buchvorlage (und englische Sprachwissenschaftler) J. R. R. Tolkien hat beide Sprachen extra für die in Mittelerde lebenden Elben entwickelt. Quenya fundiere, so erklärte es Tolkien, auf dem Lateinischen, dem er Elemente aus dem Finnischen und Griechischen hinzufügte. Sindarin gilt als besonders wohlklingende Sprache und hat es in Teilen sogar in die Biologie geschafft. Wussten Sie, dass Smaug nicht nur ein Drache in der Welt von Mittelerde ist, sondern auch eine Gattung der Gürtelschweife?


Blade Runner

Der 1982 erschienene Film „Blade Runner” zählt aus vielerlei Hinsicht zu den Meilensteinen des Science-Fiction-Films. Eine der augenfälligsten Merkmale ist das Setting, ein dystopisches, übervölkertes Cyperpunk-Los Angeles. Hier treffen Menschen, Replikanten und Replikanten jagende Blade Runner aufeinander. Die eigens für den Film entwickelte Sprache Cityspeak sollte diesem düsteren Zukunftsalbtraum einer Stadt auch sprachlich Rechnung tragen. LAPD-Officer Eduardo Gaff spricht diese Mischung aus Japanisch, Spanisch und Deutsch, als er den Blade Runner Rick Deckard verhaftet:


The Great Dictator

Nicht nur Fantasy- und Science-Fiction-Filme bedienen sich konstruierter Sprache. Legendär ist auch Charlie Chaplin als Diktator Anton Hynkel in dem Klassiker „The Great Dictator“. Der Schauspieler hatte als Vorbereitung für die Rolle intensiv die Auftritte Adolf Hitlers studiert und eine Rede aus einer an das Deutsche angelehnten Phantasiesprache entworfen. „Demokratie – Schtonk! Liberté – Schtonk!“ brüllt Chaplin in seiner Rolle als Diktator einer euphorischen Masse entgegen – und erinnert dabei auf bedrückende Weise tatsächlich sehr an Hitler.


Star Wars

In einer weit, weit entfernten Galaxis werden natürlich auch andere Sprachen als auf der Erde gesprochen. Die bekanntesten Sprachen im „Star Wars“-Universum sind Shyriiwook, gesprochen von Chewbacca, droidspeak, gesprochen unter anderem von R2-D2, und Huttisch, das Jabba der Hutte spricht. Im Gegensatz zu anderen konstruierten Sprachen basieren sie vor allem auf Sound-Effekten, die durchsetzt sind mit einer Mischung aus Quechua, Haya und Tibetanisch. Die Lingua franca im „Star Wars“-Universum ist allerdings Galactic Basic mit dem Alphabet Aurebesh. Für alle Fans der Saga hat Supertext das ultimative Force-Tool entwickelt: Mit dem Star Wars Translator kommt Ihre Nachricht garantiert im ganzen Universum an. Und nach zehn Stunden R2-D2 klappt es bestimmt auch mit droidspeak:


Bild via Flickr – Matías Ferreyra / Star Trek (CC BY 2.0)



Ähnliche Beiträge


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.