Doppelt hält besser: eine zweite Julia für Supertext

Julia Wagner

Nach einem Start ins Berufsleben, der alles andere als erfreulich war, musste ohne Frage der Superjob her. Mit etwas Geduld und Recherche fand ich ihn dann auch und kann jetzt meinen Traum leben: Sprachmanagerin in der deutschen Hauptstadt.

In der Schule fand ich Französisch zuerst gar nicht so „séduisant“. Doch nach einem halben Jahr Auslandsaufenthalt in der 11. Klasse änderte sich das schlagartig. Nach nur wenigen Tagen im „Hexagone“ hatte ich mich in die französische Sprache verliebt und war der festen Überzeugung, dass das meine eigentliche Muttersprache sei.

Ein kleiner Umweg übers Wirtschaftsrecht

Nach dem Abitur entschied ich mich dann aber erstmal für den Bachelor „Unternehmensjura“ an der Universität Mannheim und verließ zum zweiten Mal mein Heimatstädtchen Potsdam. Allerdings stellte ich ziemlich früh fest, dass mich Paragraphen und externes Rechnungswesen so gar nicht glücklich machten. Ich beschloss, meine Leidenschaft – fremde Sprachen und Kulturen – zu meinem Beruf zu machen. Der Bachelor „Sprache, Kultur, Translation“ in dem 20 000-Einwohner-Nest Germersheim war dafür genau richtig. Jetzt hieß es: bewerben, hoffen, warten, beten, Tee trinken, angenommen werden, FREUEN.

Studieren kann auch Spaß machen

Ein paar Übersetzungskurse, ein Erasmus-Semester in Paris und zwei Praktika später hatte ich den Bachelor in der Tasche. Das Dolmetschen hatte es mir besonders angetan, deshalb fiel die Wahl für den Master nicht schwer. Diesmal musste jedoch eine größere Studentenstadt her: Heidelberg. Mitten im Master zog es mich noch einmal ins Ausland: Zuerst nach Melbourne, wo ich die Besonderheiten des australischen Akzentes studieren durfte. Und dann zu den Wallonen, die euphorisch versuchten, mich davon zu überzeugen, dass „nonante“ viel mehr Sinn macht als „quatre-vingt-dix“

Karrierestart – „plaisant“ ist anders

Zurück in Deutschland dolmetschte ich wieder fleißig Reden von Merkel, Macron und Co. und versuchte nebenbei, einen ersten Job zu finden. Leider musste ich mich erstmal mit einem Übergangsjob als Customer Relationship Managerin zufriedengeben. Nun war ich endlich „Master of Disaster“, quälte mich aber jeden Morgen zur Arbeit, in der Hoffnung, dass der Tag schnell rumgehen würde. So hatte ich mir das Berufsleben eigentlich nicht vorgestellt. Glücklicherweise stieß ich zufällig auf die Anzeige von Supertext. Als von meiner Familie und Freunden liebevoll bezeichnete „Sprachfanatikerin“ wollte ich sofort Teil des Teams werden, um gemeinsam die Welt von schlechten Texten zu befreien. So sitze ich heute hier im Superbüro und darf jeden Tag voller Begeisterung genau das tun.

Titelbild via Supertext



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