They made me an offer I couldn’t refuse

Manchmal muss man ganz weit weggehen, um heimzukommen. Das habe ich nach meinem Abitur gemerkt.

Wenn man wie ich aus Badisch Sibirien kommt, entwickelt man schnell den Drang, diese etwas abgeschieden liegende Region in Süddeutschland hinter sich zu lassen. Zwar deutet sich etwas von der großen weiten Welt im Namen an, aber – wir sind da mal ehrlich – Sibirien ist nicht gerade für pulsierendes Leben bekannt. Und da ich das dringend ändern musste und als Riesenfilmfan schon immer von den USA geträumt hatte, zog ich erst einmal für dreizehn Monate in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Was sich zunächst als das Land der recht begrenzten Möglichkeiten für einen Nicht-Muttersprachler mit Schulenglisch herausstellte, da ich praktisch nichts verstand. Im Restaurant ratterte eine Kellnerin eine ellenlange Liste an Salatdressings herunter und ich als vollkommen überforderte Deutsche (diese Auswahl! Diese fremden Namen! Was bitte ist ein Ranch Dressing??) nahm schließlich das einzige, was ich verstand: „Oil and Vinegar“. Ach, Sprachkenntnisse, ihr seid wichtig! Im multikulturellen New York fühlte ich mich jedoch sofort heimisch und Amerika wurde schließlich zum „home away from home“.

Als Sprachennimmersatt reichte es mir allerdings nicht, insgesamt zwei Jahre in den USA verbracht zu haben – während meines Studiums war ich noch einmal für ein Austauschjahr dort. Ich wollte auch unbedingt mein Französisch perfektionieren. Und natürlich leben wie Gott in Frankreich. Also ging ich nach dem Ende meines Studiums für einige Monate zum ARTE Magazin nach Strasbourg und arbeitete zum ersten Mal in einem multikulturellen Team, in dem Französisch, Deutsch und bisweilen auch Englisch munter durcheinandergeworfen wurden und sich trotzdem (oder gerade deshalb?) alle wunderbar verstanden. Mein dreisprachiger Lieblingsausdruck aus dieser Zeit: „Extraction Word de la Programmfahne“ – Babylon à la Arte.

Das alles wollte ich wiederhaben: Arbeiten in einem internationalen (Super)-Team, mit Menschen, die ebenfalls Sprachen lieben. Dass es passen könnte, habe ich schon beim Lesen der Stellenausschreibung gedacht, beim Vorstellungsgespräch gespürt und die ersten Tage haben es bestätigt: super Gefühl, an Bord zu sein!



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