4 Tipps, damit die Übersetzung einer PowerPoint-Präsentation nicht zum Horrorfilm wird

Formatierungen aus der Hölle, unverständlicher Fachjargon, kryptische Abkürzungen… Die Liste könnte man beliebig fortführen. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre PowerPoint-Präsentationen übersetzerfreundlicher gestalten – oder einfach besser machen.

2004 sprach Amazon-CEO Jeff Bezos ein Verbot gegen die Nutzung von PowerPoint in seinem Unternehmen aus. Leider folgten nur wenige andere Firmen diesem Beispiel, und es sieht nicht danach aus, als würde Microsoft das Programm in absehbarer Zeit aus dem Office-Paket verbannen. Bis es so weit ist, wird Supertext zweifelsohne noch Tausende Präsentationen übersetzen.

Auf den ersten Blick erscheint die Übersetzung eines pptx-Files als schnelle, einfache Sache. Was soll an dem bisschen Clip-Art, Tabellen, Abbildungen, Diagrammen und anderen hier und da platzierten Inhalten schon so schwer sein? Ausserdem werden während der Präsentation sowieso alle nur auf ihren Smartphones herumspielen und ihre E-Mails beantworten, oder? Kann sein, aber deswegen geben sich die Übersetzer natürlich nicht weniger Mühe. Das tatsächliche Ausmass des Aufwand wird dem Übersetzer meist erst nach Annahme des Auftrags bewusst. Denn in der Realität entpuppen sich 20 Folien oft als wahre Sisyphusarbeit: Nach dem erfolglosen Versuch, dem Internet die passende Bedeutung zahlreicher Abkürzungen und die richtige Fachterminologie zu entlocken, zeigt sich beim Öffnen des Zieldokuments, dass Formatierung und Text bis zur Unkenntlichkeit verändert wurden. Also heisst es umformatieren, und zwar in stundenlanger Kleinarbeit.

15 Minuten Mehraufwand können viele Stunden Arbeit sparen

Sie haben in Ihrer Bewerbung bezüglich Ihrer PowerPoint-Künste nicht ganz die Wahrheit gesagt? Und nun sind bis zum Wochenende noch 50 Seiten zu füllen? Vielleicht schummeln Sie sich durch, ohne dass es Ihren Kollegen auffällt – aber den Übersetzern bei Supertext machen Sie nichts vor. Doch keine Sorge, für uns brauchen Sie keinen Kurs zu besuchen oder jede einzelne Funktion zu beherrschen. Schon ein kurzer Blick ins Quick-Start-Tutorial kann langfristig viel Zeitaufwand und Ärger vermeiden. Bevor Sie also bei Supertext einen Übersetzungsauftrag hochladen, beachten Sie bitte folgende Tipps, um einen reibungslosen Übersetzungsprozess zu gewährleisten und die übersetzte Präsentation rechtzeitig vor Ihrem Meeting zu erhalten.

  • Formatierung: Benutzen Sie weder Tabs noch Leerzeichen oder harte Zeilenumbrüche (Enter-Taste), um Folientexte zu formatieren. Denn das verlangsamt den Übersetzungsprozess und erzeugt nur lose Satzfetzen in unseren Übersetzungsspeichern. Verwenden Sie stattdessen Textfelder, Tabellen und die Funktion «Einzug vergrössern». Stellen Sie sicher, dass am Ende ganze Sätze und Teilsätze immer vollständig dargestellt sind.
  • Layout und Umfang: Denken Sie daran: Eine Präsentation ist kein Roman! Niemand wird sich die Mühe machen, eine Folie mit 900 Wörtern in Schriftgrösse 9 zu lesen. Ausserdem kann die Übersetzung in einigen Sprachen länger ausfallen als in der Ausgangssprache. Ist die Seite im Original bereits zu voll, passt nicht mehr die gesamte Übersetzung auf die Folie. Versuchen Sie, nicht zu viel Inhalt auf eine Folie zu packen, und lassen Sie so viel zusätzlichen Platz frei wie möglich.
  • Abkürzungen: PowerPoint-Präsentationen sind mit Abkürzungen nur so gespickt, bieten aber selten hilfreiche Kontextinformationen. Dadurch hat auch der genialste Übersetzer seine liebe Mühe, Ihre vielen firmeninternen Buchstabenkombinationen zu entschlüsseln. Die Lösung: eine Auflistung aller Abkürzungen am Anfang Ihrer Präsentation. Dieses Vorgehen hat sich grundsätzlich bestens bewährt.
  • Sprache: Formulieren Sie einfach und prägnant. Vermeiden Sie Floskeln und Fachjargon, da dies den Leser verstimmen (und den Übersetzer frustrieren) könnte und von dem ablenkt, was Sie eigentlich sagen möchten. Kurzum: Wenn PowerPoint, dann bitte einfach und elegant. Ihre Zuhörer – und natürlich unsere Übersetzer – werden es Ihnen danken.

Titelbild via Flickr: Alfred Hitchcock – «Decoy» (CC BY-NC 2.0)



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