Zu Besuch bei Zürichs grösster Baustelle

Zu Besuch bei Zürichs grösster Baustelle

Beim Umsteigen am Hauptbahnhof Zürich begegnet man kleineren Baustellen mit Verbotstafeln. Kaum vorstellbar, dass praktisch der ganze Hauptbahnhof unter den Gleisen 4 bis 9 aussieht wie Emmentaler Käse. Löcher aus Tunnels mit Stützwänden und Pfeilern. Hier ensteht der neue Durchgangsbahnhof Löwenstrasse. Und das bei laufendem Bahnbetrieb.

Vor kurzem hatte ich die Möglichkeit, Zürichs grösste Baustelle zu besichtigen. Ausgangspunkt war die Ausstellungshalle auf Höhe der Tramhaltestelle Sihlquai. Imponiert hat mir besonders, dass der Durchgangsbahnhof unter dem Pegel der Sihl entsteht. Das funktioniert nur mit einer Deckelbauweise. So werden zunächst von der Erdoberfläche aus mit Schlitzbaggern bis zu 30 m tiefe und 1 m breite Gruben ausgehoben, die ausbetoniert werden. So entstehen langgezogene Wände im Untergrund – die Aussenwände des künftigen Bahnhofs. Darüber wird ein Deckel betoniert. Unter diesem „Dach“ kann dann das Erdreich ausgebaggert und der unterirdische Bahnhof fertig gestellt werden, während oben bereits wieder Züge verkehren.

Eine Baustellenführung kann ich nur empfehlen. Weitere Informationen gibt’s auf der Website der Durchmesserlinie.



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