Übersetzungsbüro Supertext

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Fachübersetzungen von einer Textagentur? Ist das sinnvoll? Und wie. Denn Texter sind die besseren Übersetzer.

Es gibt etwas, was Google Translate noch nicht kann: denken. Und ergo auch nicht texten. Nur wer denken kann, kann auch schreiben. Texten heisst nichts Anderes, als Gedanken in Worte fassen. Man spricht nicht umsonst vom Dichter und Denker. Wer keine spannenden Gedanken hat, kann auch keine spannenden Texte schreiben.

Gedanken und Absichten in Sätze zu packen braucht Intelligenz, Kreativität und Präzision. Google Translate ist weder intelligent noch kreativ. Aber Google Translate ist ja auch kein Texter, sondern ein Übersetzer, werden Sie sagen. Und Sie haben Recht. Deshalb liefert Google Translate auch derart schlecht formulierte Texte. Und nicht nur Google Translate. Auch viele Übersetzerinnen und Übersetzer produzieren unschön formulierte Texte. Sie verlassen sich nur allzu gern auf CAT-Tools und Terminologiedatenbanken. Weil es bequemer ist. Weil es schneller geht. Weil bei dem aktuellen Termin- und Preisdruck für Nachdenken kein Platz bleibt.

Doch eine gute Übersetzung kriegt nur hin, wer nachdenkt. Nur wer versteht, welche Gedanken und Absichten in einem Text stecken, kann diese in einer anderen Sprache wiedergeben. Und hier liegt der grosse Unterschied zwischen Übersetzern und Textern. Die meisten Übersetzer sind es sich nicht gewohnt, neue Texte zu schreiben.

Sie kriegen einen Ausgangstext vorgesetzt und beschäftigen sich mit den Wörtern und Begriffen, die darin vorkommen. Sie schlagen die Begriffe im Duden nach oder recherchieren im Translation Memory. Ein ungeübter Übersetzer transferiert den Text so Wort für Wort, Satz für Satz in die neue Sprache. CAT-Tools wie SDL Trados unterstützen diesen Prozess, indem sie den Text in einzelne Sätze sezieren. Und genau so lesen sich diese Texte auch: wie eine Aneinanderreihung von übersetzten Wörtern. Holprig und schlecht formuliert.

Im Gegensatz zum Übersetzer schreibt ein Texter die ganze Zeit neue Texte. Er ist es sich gewohnt über ein Thema nachzudenken und diese Gedanken in Worte zu packen. Gibt man einem Texter einen Ausgangstext zum übersetzen, wird er den Text mit den Augen eines Schreiberlings lesen. Was will mir der Verfasser sagen? Welche Gedanken stecken im Text und welche zwischen den Zeilen? Idealerweise wird er die Gedanken in der Zielsprache neu formulieren. Und sich weniger um die genaue Wiedergabe der Wörter kümmern. Jeder gute Texter weiss, dass im Duden nur Wörter stehen. Aber keine Gedanken. Das Resultat sind freie Übersetzungen, die man im Idealfall gar nicht mehr als solche erkennt.

Supertext ist 2006 mit der Ambition gestartet, tolle Texte zu produzieren. Seit 2007 nicht mehr nur auf Deutsch, sondern auch auf Französisch, Englisch und Italienisch. Die Leser interessieren sich nicht dafür, ob eine Webpage, ein Newsletter, ein Brief oder eine Broschüre neu getextet oder übersetzt wurde. Es zählt nur der Text, der am Ende da steht. Der muss gut sein. Spannend und interessant formuliert.

Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal einen Übersetzer suchen. Es kommt weniger darauf an, ob er Romand oder Franzose, Engländer oder Amerikaner ist. Das sind Feinheiten, die nach dem Schreiben angepasst werden können. Es reicht, wenn er die Gedanken und Absichten im Ausgangstext erkennt. Gute Übersetzer erkennt man, genau wie gute Texter auch, an ihren Texten. Nur wenn einer super gut schreiben kann, wird er auch einen super Text abliefern. Vielleicht liegt das Geheimnis guter Übersetzer darin, dass sie auch gute Texter sind.

Bild: Derek Gavey auf Flickr (CC BY 2.0)



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