Aus dem Stegreif

Eine Handlung, die man spontan und unvorbereitet ausführt, macht man aus dem Stegreif. Woher kommt die Redewendung?

Etwas spontan erledigen, unvorbereitet sein, improvisieren: Ich stehe hin und greife danach. So habe ich mir die Redewendung «Aus dem Stegreif» immer vorgestellt. Ich merkte dann irgendwann, dass im Wort Stegreif gar kein «h» steht. Und das brachte mich zum nachdenken: Warum wird «stehen» so merkwürdig geschrieben? Bis ich merkte, dass die Redewendung nichts mit dem Wort stehen zu tun hat, sondern vom Steg-Reif kommt, einer veralteten Bezeichnung des Steigbügels eines Reiters.

Ohne vom Pferd zu steigen

Die Redewendung beschreibt eine Handlung, die man ausführt, ohne vom Pferd zu steigen. Eine Handlung, die man spontan und unvorbereitet ausführen kann. Halt aus dem Stegreif. Eigentlich ziemlich logisch. Aber wenn man das Wort – weil alt – nicht kennt, passiert es sogar Muttersprachlern, dass man die Silbentrennung am falschen Ort ansetzt. Zu meiner Verteidigung: Das Wort steht im Duden auf der Liste der rechtschreiblich schwierigen Wörter.

Bild: 500px (CC BY-NC-ND)



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