Für echte Supertexte: unser Spickzettel für richtiges Korrekturlesen

Korrekturlesen_Tipps

Supertexte können vieles sein. Eines sind sie aber immer: fehlerfrei. Wie man das am besten hinkriegt, erklären wir in diesem Artikel.

Bei uns ist der Name Programm. Und eine Verpflichtung zugleich. Von einem Unternehmen namens Supertext darf man offensichtlich mehr erwarten. Das war schon immer so, aber umso mehr, seit wir ISO-zertifiziert sind. Konkret bedeutet das: Unsere Texte müssen den höchsten Qualitätsansprüchen genügen. Dazu gehört, dass sie frei von Fehlern sind. Und um das zu erreichen, sind wir auf die Mithilfe unserer Freelancer angewiesen.

Klar: Wir sind alle nur Menschen. Und wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Jedoch gibt es ein paar einfache Tricks, wie sich Schnitzer vermeiden beziehungsweise aufspüren lassen, die sich jeder Korrektor und jede Lektorin hinter die Ohren schreiben sollte. Im Folgenden haben wir sie für euch zusammengefasst.

1. Im Zweifelsfall nachschlagen

Theoretisch haben wir ja alle den Duden verinnerlicht. Trotzdem gibt es Wörter, bei denen ich jedes Mal unsicher bin. «Komitee» zum Beispiel – ein m, zwei t, ein e …? Da hilft nur eins: nachschlagen. Der Tab mit der Duden-Website ist bei mir quasi 24/7 geöffnet. Kurz eintippen, schon hat man Klarheit. Dauert 10 Sekunden.

2. Styleguide beachten

Weil aber auch die amtliche Rechtschreibregelung nicht ganz alle Fragen klärt, haben gerade grössere Unternehmen häufig einen eigenen Styleguide. Dort ist definiert, ob der Firmenname gekoppelt werden darf, ob Kunden mit «du» oder «Sie» angesprochen werden, ob das Tausendertrennzeichen schon bei vier oder erst ab fünf Stellen verwendet wird usw. Hat der Kunde keinen Styleguide geliefert, kommt der Supertext-Styleguide zum Tragen. Den finden Freelancer jederzeit in ihrem Supertext-Konto unter «Infozentrum».

3. Typografisches

Mit der richtigen Schreibweise ist es aber noch nicht getan. Auch die Typografie will beachtet sein. Wo muss ein Halbgeviertstrich hin? Sollte der gerade oder der schräge Apostroph verwendet werden? Auch auf solche und ähnliche Fragen liefert unser Styleguide Antworten. Wer sich in die Thematik vertiefen will, dem sei dieses schöne Werk empfohlen.

4. Recherche, Recherche, Recherche

Wer es als Journalist nicht geschafft hat, wird vielleicht als Übersetzer oder Korrektorin glücklich: Auch hier verbringt man viel Zeit mit Recherchieren. Handelt es sich um einen Produktnamen? Gibt es diese Internetseite bereits in der Zielsprache? Wie wird das Wort sonst von diesem Unternehmen in der Zielsprache verwendet (hier hilft auch das Translation Memory)? Ist der etwas komisch klingende Satz vielleicht eine Redewendung? Solchen Fragen muss man nachgehen. Google hat zum Glück auf fast alles eine Antwort.

5. Rechtschreibprüfung

Irgendwann ist dann auch genug korrigiert. Man hat den Text ja schon zweimal mit Argusaugen durchgelesen. Kaum vorstellbar, dass jetzt noch ein Fehler drin ist. Oder? Die Rechtschreibprüfung wird es euch sagen. Zu einem Korrektorat, einem Lektorat oder einer Revision gehört immer, IMMER, eine Rechtschreibprüfung. Klar, bei den meisten Treffern kann man auf «ignorieren» klicken. Aber dann kommt dieser eine Treffer, bei dem man sich an den Kopf greift und sich fragt, ob man Tomaten auf den Augen hat.

Und hier noch zwei Extra-Tipps zu diesem Thema:

  • In Trados lässt sich die Rechtschreibprüfung ganz einfach mit F7 starten. Jedoch bitte unter «Optionen», «Editor», «Rechtschreibung» sicherstellen, dass die Microsoft- und nicht die Hunspell-Rechtschreibprüfung aktiviert ist.
  • Bei PDFs zuerst sicherstellen, dass unter «Anzeige», «Seitenansicht» das Häkchen bei «Bildlauf aktivieren» gesetzt ist. Dann mit Ctrl + A alles markieren, kopieren und in ein leeres Word-Dokument einfügen. Dort ganz normal die Rechtschreibprüfung durchführen. (Sobald wir eine einfachere Methode dafür gefunden haben, erfährt ihr es hier auf dem Blog.)

6. QA? Check!

Trados bietet nebst der Rechtschreibprüfung noch ein anderes, fantastisches Qualitätssicherungstool: den QA-Checker («QA» steht für «Quality Assurance»). In jedem Übersetzungsprojekt von Supertext sind unsere QA-Einstellungen hinterlegt – das ist eine Checkliste an Dingen, die der QA-Checker prüfen soll. Zum Beispiel: Übereinstimmung der Interpunktion in Ausgangs- und Zielsprache, Zahlen (wurden alle Zahlen übernommen?), doppelte Leerzeichen, und, ganz wichtig, Segmente, die trotz 100%-Match uneinheitlich übersetzt wurden. Eine super Sache, wie ihr seht. Den QA-Checker startet ihr ganz einfach mit der Taste F8.

Damit sind wir erstmal am Ende der Liste angelangt. Wenn ihr das nächste Mal bei einem Superauftrag unsicher seid, ob der Text wirklich schon super ist – nehmt doch kurz diesen Spickzettel zur Hand. Auf dass die Flut an Supertexten nie abbricht und wir weiterhin die Welt von schlechten Texten befreien können!

Titelbild via Pixabay (CC0)



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