Das Lästermaul und der Choleriker: So verbessern Sie das Arbeitsklima

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Manchmal läufts mit den Arbeitskollegen nicht so toll. Das kann verschiedene Gründe haben, wir sind schliesslich alles Menschen. Aber wie stellen Sie den Bürofrieden wieder her? Ganz einfach: Handeln Sie wie ein Erwachsener.

Unsere Freunde suchen wir uns aus. Und das ist gut so, denn schliesslich verbringen wir die meiste Zeit unseres Lebens mit ihnen. Stimmt das? Verbringen wir nicht auch viel Zeit mit unseren Arbeitskollegen? Ja, das tun wir. Sehr viel Zeit sogar. Es sind bei einer 100%-Stelle gut 2000 Stunden im Jahr. 2000 Stunden von insgesamt 8760 Stunden, die uns in einem Jahr zur Verfügung stehen. Von diesen 8760 Stunden schlafen wir dann aber noch ca. 2500 Stunden. Wir verbringen also einen ziemlich grossen Teil unseres wachen Lebens mit unseren Arbeitskollegen, die wir uns nicht aussuchen können. Das führt zu Reibereien. Zwangsläufig. Denn es sind verschiedene Menschen zusammen am Werk, die es sonst nicht wären.

Fiesheiten

Die Kollegin, die regelmässig wegen Kleinigkeiten ausrastet und vor der Sie irgendwie Angst haben oder der Mitarbeiter, der einen in den Ferien mit SMS belästigt, nur um zu sagen, dass viel los ist, man aber die Ferien geniessen solle.

Zwei verschiedene Dinge, die beide einen Einfluss haben. Auf unser Verhalten, auf unsere Laune und demzufolge auch auf die Arbeitsleistung. Das muss nicht sein. Doch was kann man dagegen tun? Sich aufregen, lästern, die Faust im Sack machen und irgendwann ein Magengeschwür bekommen? Könnte man. Beim Chef petzen? Auch das ginge.

Petzen ist böse

Der einfachste Weg, um einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen, ist das Petzen. Die Konfrontation wird aber dadurch nur verschoben. Denn Ihr Kollege kriegt ja dann vom Chef eins auf den Deckel und kann sich denken, wer dahinter steckt. Und das vergiftet das Klima nachhaltig. Die Antwort ist eine naheliegende und eine einfache: Konfrontieren Sie Ihre unfaire Kollegin. Nicht immer ist das leicht, nicht immer angenehm. Aber es muss sein.

Tipps und Tricks für den Bürofrieden

Als Vorlage nehmen Sie sich am besten die vier Grundregeln der gewaltfreien Kommunikation zu Herzen:

  1. Sachlich beobachten

  2. Gefühle ausdrücken

  3. Bedürfnisse mitteilen

  4. Lösungen vorschlagen

Die Lösungsvorschläge sind zentral. Denn nur so hört man Ihnen zu und nimmt Sie ernst. Wenn Sie einfach loswettern und Terror machen, laufen Sie Gefahr, dass man Sie nicht ernst nimmt oder – noch besser – man aus Trotz nicht reagiert. Wie im Kindergarten eigentlich. Darum immer schön sachlich bleiben und Lösungen bereithalten, damit fahren Sie schon recht gut. Eine Herausforderung gibt es aber noch: Menschen sind nicht alle gleich. Für ein optimales Ergebnis können Sie die einzelnen Typen individuell angehen.

Zusammenfassung

  1. Sich nicht wie ein Kind verhalten

  2. Probleme direkt ansprechen

  3. Objektiv sein

  4. Lösungen bereithalten

Bei uns funktioniert das super. Die Tipps lassen sich im Übrigen auch auf viele andere Lebensbereiche anwenden. Dann klappt es auch mit dem Nachbarn, der Freundin oder dem Mitbewohner.

Bild: Flickr (CC BY 2.0)

 



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